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Zeitdilatation

Die sogenannte spezielle Relativitätstheorie (kurz SRT) ist eine physikalische Theorie über die Bewegung von Körpern und Feldern in Raum und Zeit. Zu ihr gehört auch die Zeitdilatation.

Diese bedeutet: Befindet sich ein Beobachter im Zustand der gleichförmigen Bewegung bzw. ruht er in einem Inertialsystem, geht nach der Relativitätstheorie jede relativ zu ihm bewegte Uhr aus seiner Sicht langsamer.

Diesem Phänomen der speziellen Relativitästheorie von Einstein unterliegen allerdings nicht nur Uhren, sondern die Zeit im bewegten System selbst und damit jeder beliebige Vorgang, also auch das Leben. Wer reist, altert also langsamer als derjenige, der an einem Ort stillsteht, wenn man so will.

Die Zeitdilatation ist umso ausgeprägter, desto größer die Relativgeschwindigkeit der Uhr ist.

Sie kann allerdings nicht im normalen Alltag beobachtet werden, sondern erst bei Geschwindigkeiten, welche im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit nicht vernachlässigbar klein sind.

Die Tatsache, daß für alle Beobachter die Zeit des jeweils anderen langsamer verstreicht, stellt dabei keinen Widerspruch dar, wie eine nähere Betrachtung der Relativität der Gleichzeitigkeit aufzeigt (Spezielle Relativitätstheorie und Minkowski-Diagramm).

Ein solcher Effekt wurde zuerst von Joseph Larmor (1897) und Hendrik Antoon Lorentz (1899) im Rahmen einer inzwischen überholten Äthertheorie abgeleitet. Albert Einstein (1905) gelang es jedoch im Rahmen der speziellen Relativitätstheorie zu zeigen, dass der veränderte Uhrengang nicht mit einer Beeinflussung durch einen Äther, sondern mit einer radikalen Neuinterpretation der Konzepte von Raum und Zeit zusammenhängt (siehe auch Geschichte der speziellen Relativitätstheorie).